Zu Beginn meines Studiums war ich von der
skandinavischen und finnischen Architektur beeindruckt.

In meiner Umgebung waren jedoch vor allem die
Architekten "Le Corbusier", Mies van der Rohe und Walter Gropius
als Vorbilder massgebend. Auf mich wirkten diese nüchtern,
kalt, allzu einseitig rational.

Seltene Publikationen des Schaffens des amerikanischen
Architekten Frank Lloyd Wright haben mich sofort fasziniert.
In Erwartung seiner neuesten Werke hielt er mich ständig in Spannung.

Erst sein Besuch in Europa, die Ausstellung seines Werkes
mit umfangreichen Publikationen und die Verleihung der
Ehrendoktorwürde durch die ETH Zürich haben ihm in der
Schweiz die längst fällige Anerkennung gebracht.

An der ETH hatte ich dann die Chance mit dem Sohn des
weltberühmten Architekten Richard Neutra, dessen
Lehrmeister Frank Lloyd Wright war, zusammen zu arbeiten.

Es war meine feste Absicht, in F. L. Wright's Arbeits- und
Lebensgemeinschaft "Taliesin Fellowship" einzutreten.
Wegen dem 1. Preis im Wettbewerb mit Auftrag für die
Ausführung der Gewerbeschule Heimbach in Luzern,
musste ich schweren Herzens auf diesen "Traum" verzichten.

 

Umso mehr war ich beeindruckt und begeistert von:

 

- seinen kraftvollen Bauten in selbstsicherer Formensprache

- seinem unerschöpflichen Ideenreichtum

- seiner integralen Begabung auf allen Gebieten der Kunst
im Gegensatz zur Tendenz des reinen Spezialistentums

- seiner Idee des Wertes der aktiven Beziehung zwischen Mensch und Natur.

- seinem schwungvollen Einsatz für den Wert des Menschen als Idividuum
im Gegensatz zum dirigierten Massenmenschen

- seiner Überzeugung von der dienenden Rolle der Technik. Sie soll uns
das Leben verschönern und lebenswert machen.
Sie darf uns nicht versklaven.

- seinem Einsatz für die Schönheiten und Werte des Lebens,
die nicht mit Geld gemessen werden können.

 

Obwohl ich nicht in persönlichem Kontakt mit dem grossen Meister sein konnte,
hat er mein Werk wesentlich geprägt und beeinflusst.

Gerade wegen der momentanen Unsicherheit,
der verschiedenen Trends und Modeströmungen will ich eine

human - menschliche,

ökonomisch - organische,

modern-zeitlose

Architektur mit Geist und Seele verwirklichen.